Welchen Platz hat das Buch in der Medienwelt von morgen? Über Algorithmen und die Macht der Leser


Social Media Week

Social Media Week is a leading news platform and worldwide conference that curates and shares the best ideas and insights into social media and technology's impact on business, society, and culture.


Gastbeitrag von Dennis Schrader (bloggte während der #SMWHHr die “Macromedia Blogger”) 

Am letzten Tag der Social Media Week Hamburg war Digital-Media-Student Dennis Schrader in der Abschlussveranstaltung am Campus der Hochschule Macromedia. In einer interessanten Runde wurde über die Zukunft des Buches diskutiert. Im Anschluss führte der Macromedia-Blogger ein exklusives Interview mit Christoph Kappes über seine persönliche Meinung zur Zukunft des Buches.

Sind Bücher bald nur noch kulturelles Relikt?

Es ist wohl eine der weitreichenden Entscheidungen in der Medienwelt, die dem Internet zuzuschreiben ist. Zumindest für mich. Umblättern oder Swypen? Bücherregal oder Kindle? Welche Rolle spielt das Buch heute und in Zukunft?

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© Copyright Xenia Zarafu

Die Diskussion lebte von den Thesen von Tea Herovic (Business Development Manager, Oetinger34) und Christoph Kappes (Founding Partner, Sobooks.de GmbH). Außerdem auf der Bühne waren Jan Karsten (Verleger, CulturBooks Verlag), Kai Wels (Digital Product Manager, Egmont Ehapa Media GmbH) und Moderatorin Sanja Stankovic (Digital Strategist, Co-Founder , Hamburg Startups, Digital Media Women)

Herovic prognostiziert: „Hochliteratur wird teurer, hochwertiger und exklusiver werden“  und „Das Buch der Zukunft wird es nicht zuerst als Printbuch geben“. Er schwärmt von den großen Möglichkeiten des Print-On-Demand. Bücher auf Knopfdruck? Ich frage mich, wie viel Zukunft das wirklich hat, wenn ich das E-Book mit wenigen Klicks auf Amazon runterladen kann.

Bücher werden sozialer

Kappes sieht die Zukunft des Buches weniger romantisch. Vielleicht ist es der Unternehmer in ihm, der nüchtern auf die Entwicklung schaut. Er sagt „Medien folgen sozialen Entwicklungen und umgekehrt“. Für ihn sind „Bestsellerlisten […] nicht so gut wie soziale Empfehlungen“. Seine Plattform Sobooks.de ermöglicht es online im Browser Bücher zu lesen. Der Algorithmus „Bookrank“ auf der Plattform soll die Bestseller-Liste von gestern ersetzen.
Amazon macht es mit den Rezensionen vor. Viele Käufer entscheiden längst nach den Bewertungen anderer Leser und machen diese zu einem wichtigen Faktor im Bestseller-Ranking auf der größten Shopping-Plattform der westlichen Welt.

Bücher sind etwas Persönliches

Beim Hören der Diskussion kommt bei mir das Gefühl auf, dass der Begriff „Buch“ nicht länger bei allen die gleiche Bedeutung hat. Einmal fällt der Begriff „Blätter-Buch“. Für mich ist es immer noch das echte Buch, wenn ich es ins Regal stellen kann und mich auch an die Worte erinnere, wenn ich den Buchrücken im Regal verstauben sehe.
Ich stelle mir vor, wie ich ein Kindle auf dem Tisch liegen sehe und glaube nicht, dass der Effekt derselbe wäre. Der haptische und visuelle Erinnerungsmoment fehlt. In einem jedoch sind sich alle Parteien auf dem Podium einig: Das Buch wird niemals ganz verschwinden. Es wird immer ein Publikum geben, das die Wertigkeit eines gedruckten Buches zu schätzen weiß. Wie klein diese Nische werden wird, bleibt abzuwarten. Bis es soweit ist, genießen wir weiterhin die Vorzüge des „Blätterbuches“.

Zum Interview mit Christoph Kappes hier.


ABOUT THE AUTHOR

Dennis Schrader studiert Digital Media Management im ersten Semester an der Hochschule Macromedia in Hamburg. Seine Leidenschaften sind das Kochen, Bücher und nicht zuletzt das Internet. Er schreibt außerdem auf seinem eigenen Blog über Internet Marketing und Bloggen.
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Während der Social Media Week Hamburg war Dennis im Auftrag der “Macromedia Blogger” auf diversen Veranstaltungen unterwegs und berichtete. 


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Die Macromedia Blogger sind Studierende vom Hamburger Campus der Hochschule Macromedia, University of Applied Sciences. Die angehenden Medienmanager, Journalisten und Mediendesigner berichten über spannende Medienevents und Trends für die digitale Welt von morgen. An der größten privaten Medienhochschule in Deutschland studieren rund 2.000 zukünftige Medienmacher bei derzeit 80 Professorinnen und Professoren. Die staatlich anerkannte Hochschule ist mit Bachelor-, Master- und Executiveprogrammen in München, Stuttgart, Köln, Berlin, und Hamburg vertreten. Mehr erfahren unter www.hochschule-macromedia.de und facebook.com/macromedia.hamburg.



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M.A., Hochschule Macromedia

Die Macromedia Blogger sind Studierende vom Hamburger Campus der Hochschule Macromedia, University of Applied Sciences. Die angehenden Medienmanager, Journalisten und Mediendesigner berichten über aktuelle Medienevents und Trends für die digitale Welt von morgen. Rund 2.000 Bachelor- und Masterstudierende lernen an der private Hochschule Macromedia den digitalen Wandel zu gestalten. Die staatlich anerkannte Hochschule ist in München, Stuttgart, Köln, Berlin und Hamburg vertreten. Mehr unter www.hochschule-macromedia.de



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