Das andere Ich – ein Selbstversuch mit VR Brille


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Beim Virtual-Reality-Panel an der Hochschule Macromedia in Hamburg konnten die Besucher der #SMWHH selbst einmal in die virtuelle Realität eintauchen und den Selbstversuch wagen. Auch Macromedia-Blogger Josef Opfermann hat das getan und die Faszination hinter den VR-Brillen entdeckt.

Selbstversuch in virtuellen Tiefen

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Ich zocke selten Videospiele. Und doch beeindruckt mich dort die Third-Person-Perspektive. Sie lässt einen tief in das Spiel eintauchen, hautnah spüren. Auch mit der ‚Virtual Reality‘, von der in den vergangenen Monaten alle Welt redet, habe ich mich bisher kaum auseinandergesetzt. Warum sollte ich auch? Zu Hause auf der Spielekonsole Fußball spielen und eine Mannschaft zusammenstellen ist gängig. Mich aber mit einer klobigen Brille aufs Sofa setzen?

Und trotzdem reizt mich dieses Thema. Warum, das konnte ich allerdings erst nach dem Virtual-Reality-Panel an der Macromedia Hochschule von Andreas Hebbel-Seeger, Renate Spiering und Hanno Tietgens sagen.

Schon vor dem eigentlichen Panel darf ich die VR-Brille ausprobieren. Treffpunkt: Wintergarten der Hochschule Macromedia. Zuerst schnallt mir Professor Hebbel-Seeger einen Rucksack auf. Daran ist ein Stab befestigt, an dessen Ende eine kleine Kamera montiert ist. Natürlich hat die Apparatur auch eine Antenne, denn ohne sie gibt’s kein Signal. Ein bisschen fühle ich mich wie Karlsson vom Dach. Zwar ohne Propellerhut, doch die Konstruktion auf meinem Rücken sieht schon aus wie ein großer Rotor. In die virtuellen Tiefen bringt mich erst die Brille. Eine kleine Antenne empfängt das Videosignal der Kamera. Was ich beim Aufsetzen der Brille dann sehe, verwirrt mich.

Der andere Blickwinkel

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„So sehe ich also von hinten aus“, denke ich. Die Kamera zeigt mich und die Umgebung, in der ich mich befinde. Ich habe das Gefühl, ich schwebe direkt

hinter mir. Tapsig wie ein junger Welpe bewege ich mich vorwärts. Durch die „out-of-Body“-Perspektive bleibt einem das, was direkt vor einem ist, verborgen. Bei jedem Schritt denke ich, ich stehe an einem Abgrund. Mein Gleichgewichtssinn spielt verrückt. Ich wanke zum Geländer und taste mich weiter. „So würde man sich also als Figur in einem Rollenspiel fühlen.“ Was Professor Hebbel-Seeger mir mit diesem Experiment präsentiert, ist jedoch nur ein Teil der „Virtual Reality“.

„Virtuelle Realität beginnt bereits, wenn wir ein Buch lesen und uns die Geschichte bildhaft vorstellen. Aber sie reicht auch bis hin zum multi-sensorischen Interface, wie einer VR-Brille“, sagt Hebbel-Seeger. Drei Punkte machen laut wissenschaftlicher Forschung virtuelle Realität aus: Eintauchen, Interaktion und Vorstellungskraft.

Für mich hat dieses Experiment gezeigt, warum virtuelle Realität so spannend ist: Man weiß in diesem Moment nicht, wer oder was man wirklich ist.

Slideshare: bit.ly/1mVyQta

Videoexperiment: https://youtu.be/DQ4zhFsT-DQ

ABOUT THE AUTHOR

Josef Opfermann studiert im 7. Semester Sportjournalismus an der Macromedia Hochschule und beginnt nach seinem Studienende im August 2016 ein Volontariat beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg.



macromedia blogger

M.A., Hochschule Macromedia

Die Macromedia Blogger sind Studierende vom Hamburger Campus der Hochschule Macromedia, University of Applied Sciences. Die angehenden Medienmanager, Journalisten und Mediendesigner berichten über aktuelle Medienevents und Trends für die digitale Welt von morgen. Rund 2.000 Bachelor- und Masterstudierende lernen an der private Hochschule Macromedia den digitalen Wandel zu gestalten. Die staatlich anerkannte Hochschule ist in München, Stuttgart, Köln, Berlin und Hamburg vertreten. Mehr unter www.hochschule-macromedia.de



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