Adieu Elfenbeinturm! Wissenschaftler in sozialen Netzwerken.

10:30 AM - 11:30 AM

Hosted by Melanie Stein

Hochschule Macromedia, University of Applied Sciences - Eventraum Gertrudenstraße 3 Hamburg Hamburg 20095




Sie kämpfen um Drittmittel und produzieren Fachartikel am Fließband. Selten bekommt die Öffentlichkeit Wissenschaftler zu Gesicht. Soziale Plattformen wie Twitter oder Facebook könnten ein Weg aus dem Elfenbeinturm sein. Ein Weg für Wissenschaftler, sich direkt an gesellschaftlichen Debatten zu beteiligen. Doch während die PR-Abteilungen von Forschungseinrichtungen soziale Medien für sich entdeckt haben, beäugt die Mehrheit der hiesigen Wissenschaftler soziale Netzwerke kritisch. Die Gründe sind vielseitig.

Journalist Jacob Vicari hat für das Wirtschaftsmagazin brand eins Wissenschaftler zur Nutzung von sozialen Netzwerken befragt. Einige waren vom forschungsinternen Netzwerk ResearchGate überzeugt. Die meisten hielten eine Vernetzung über Social Media nicht für karrierefördernd.

Außerdem könnte die Qualität von Wissenschaft systematisch leiden, wenn sich Forschung öffentlich unter Beweis stellt. Diese These vertritt der Mannheimer Kommunikationswissenschaftler Matthias Kohring. Er sieht eine Verwechslungsgefahr zwischen Sichtbarkeit und Relevanz mit der Folge, dass vor allem jene Projekte gefördert werden, die positive öffentliche Resonanz versprechen. [1]

Physiker Joachim Schulz und Kommunikationswissenschaftlerin Wiebke Loosen sind von Sozialen Netzwerken überzeugt. Wiebke Loosen forscht am Hans-Bredow-Institut und nutzt Social Media vor allem, um interessante Forschungsprojekte zu entdecken. Physiker Joachim Schulz informiert via Twitter und Facebook über seine Wissenschaft. Auf scilogs.de bloggt er über Atommodelle, Quantenmechanik und klassische Physik.

In Hamburg werden die Wissenschaftler und Journalisten in einem Panel über die aktuelle Funktion von Social Media in der Wissenschaft diskutieren. Sie berichten über die Motivation, die Forscher zum Mikrobloggen treibt oder davon abhält. Außerdem wird das Spannungsfeld zwischen PR , Wissenschaft und Journalismus diskutiert, das sich mit der Digitalisierung verändert hat.

Speaker

  • Dr. Jakob Vicari @vicari
  • Dr. Wiebke Loosen @WLoosen
  • Dr. Joachim Schulz @quantenwelt
  • Prof. Dr. Matthias Kohring

Moderation

  • Melanie Stein @melltstone

[1] Kohring, M., & Marcinkowski, F. (2015): Währungsrisiken. Die prekären Folgen des Erfolgskriteriums ‘mediale Aufmerksamkeit’. Forschung & Lehre, 11, 904-906.

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Event language is German  * Die Veranstaltung ist deutschsprachig

Wichtig: Zeiten und Orte können sich kurzfristig ändern

* Important: times and locations are subject to change


Venue & Location

Hochschule Macromedia, University of Applied Sciences - Eventraum

Gertrudenstraße 3
Hamburg, Hamburg 20095


Livestream

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Adieu Elfenbeinturm! Wissenschaftler in sozialen Netzwerken.

Hosted by: Melanie Stein
#smwhhscience
Friday
February
26
Hamburg
Official Event
10:30
am
-
11:30
am



Speakers

  • Matthias Kohring

    Matthias Kohring

    Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaft / Universität Mannheim

    @-

  • Wiebke Loosen

    Wiebke Loosen

    Senior Researcher / Hans-Bredow-Institut

    @WLoosen

  • Joachim Schulz

    Joachim Schulz

    Physiker / European XFEL

    @quantenwelt

  • Melanie Stein

    Melanie Stein

    Journalistin und Reporterin / NDR

    @melltstone

  • Jakob Vicari

    Jakob Vicari

    Wissenschaftsjournalist / Freier Journalist

    @vicari